Weil mich viele Frauen fragen, wie sie ihre eigene Weiblichkeit annehmen und leben können, habe ich beschlossen, einen Beitrag darüber zu schreiben, wie ich das tue.

Bei allem geht es darum, die Beziehung zu mir selbst zu pflegen. Mich mit mir selbst zu verbinden und so sein zu lassen, wie ich bin. Für mich zu sein und nicht gegen mich, also Selbstliebe zu praktizieren und all das. Weil ich dann weich sein und loslassen kann, weil es mir gut geht.

Für mein Nervensystem sorgen

Um sich in die weibliche Energie fallen und loslassen zu können, braucht es ein reguliertes Nervensystem. In meinen 1:1 Coachings teile ich spezielle Übungen, die man kurz anwenden kann.

Diese Methoden nutze ich selbst auch, wenn ich spüre, dass ich sie gerade brauche, um mein Nervensystem wieder zu regulieren. Wenn dich das interessiert, schreib mir gerne eine Mail.

Auch Sport, um in den Körper zu kommen, ist sehr wichtig für mich, um runterzukommen. Mein Fitnessstudio hat auch einen extra Spa-Bereich mit Saunen und Ruheräumen, die ich liebe. Das ist wie ein kleiner Urlaub mit der Entspannungsmusik und den Düften da.

Ich liebe zwar hohe Schuhe, aber ich laufe auch viel barfuß, vor allem im Gras, weil das glücklich macht und einen den Körper spüren lässt. Zum Spazierengehen habe ich extra Barfuß-Schuhe.

Romane

Romane zu lesen – und mal keine Selbstverbesserungs-Bücher – hilft in die Weiblichkeit zu kommen. Weil es nicht darum geht, ein Ziel zu erreichen, sondern das Buch einfach nur zu lesen, weil es einem Spaß macht.

Sonntagnachmittage auf der Couch mit einem guten Buch. Z.B. die 7 Schwestern-Reihe von Lucinda Riley liebe ich. Wenn jemand ähnliche Bücher wie die 7 Schwestern-Reihe kennt, bitte unbedingt in die Kommentare schreiben!

Ich treffe Entscheidungen danach, was sich gut anfühlt

Mein Fitnessstudio ist ein gutes Beispiel dafür: Fitnessstudio ist für mich einer meiner „Happy Places“, an denen ich auftanke. Deswegen muss es für mich ein Ort sein, an dem ich mich wohlfühle und der nicht nur „funktional“ sein muss.

Neben meinem Fitnessstudio gibt es noch ein zweites – für weniger als den halben Preis, aber ohne Sauna und Spa und dort ist ein ganz anderes Publikum. Aufgrund des Gefühls habe ich entschieden, dass es für mich das Geld wert ist, in das teurere zu gehen, weil ich mich dort so wohlfühle.

Auch bei Entscheidungen für Coaches oder Mentoren gehe ich nach meinem Gefühl. Ich arbeite manchmal mit jemandem, weil es sich gut anfühlt, in der Energie der Person zu sein. Und davon profitiere ich, von den Sichtweisen und Perspektiven der Person oder wie sie Dinge handhabt.

Deswegen mache ich auch so gerne WhatsApp-Coaching mit den Frauen, mit denne ich arbeite, vor allem per Sprachnachricht. Dafür nehme ich lieber weniger Leute, mit denen ich dafür intensiver arbeite, weil ich finde, dass die davon mehr profitieren.

Zyklisch leben

Damit meine ich sowohl dem eigenen Zyklus entsprechend zu leben, als auch an die Jahreszeiten angepasst. (Man ordnet ja auch die 4 Zyklusphasen den Jahreszeiten zu.)

Ich weiß, dass vielen Frauen ihr Zyklus und besonders die Blutung unangenehm sind oder sie sie sogar als „schmutzig“ empfinden. Das ist, was das Patriarchat mit uns gemacht hat: Wir lehnen uns selbst ab, für das, was wir sind. 

Die eigene Weiblichkeit anzunehmen bedeutet, alles an dir anzunehmen.

Zyklus und Arbeit

Ich plane meinen Monat nach meinem Zyklus und auch meine Arbeit, weil ich nicht immer gleich bin. Während der Menstruationsphase und prämenstruellen Phase biete ich keine Termine an und mache nur WhatsApp-Coaching. 

Weil ich dann weiß, ich brauche mehr Ruhe, Erholung und Zeit für mich. Unsere Nervensysteme sind in dieser Zeit hormonell bedingt empfindlicher und leichter überfordert, darauf stelle ich mich ein. 

Es fühlt sich gut an, mich zu nichts zu zwingen. Ich betreibe also ganz viel Selbstfürsorge in dieser Zeit und lasse es bewusst ruhiger angehen.

Ich mag das Zyklische, weil es eine Zeit für alles gibt: Vor der Blutung ist die Zeit für langsam runterfahren und Dinge abschließen. Oft putze ich dann noch mal durch die Wohnung oder wasche die ganze Wäsche weg. So ist alles einigermaßen erledigt, wenn die Blutung einsetzt.

Rückzug und Ruhe während der Blutung

Denn dann ist die Zeit für Rückzug. Oft bleibe ich die ersten zwei Tage bis nachmittags im Bett mit Tee oder Kaffee im Bett. Ich liege viel und gehe normalerweise nicht zum Sport.

Stattdessen lese ich viel, schaue Serien wie Gilmore Girls und Friends, die ich schon 100x gesehen habe, arbeite nebenbei vom Bett aus und beantworte Nachrichten.

Ich gehe nur wenig raus, schon alleine, weil ich keine Hose anziehen will. Und schreibe nur Blogbeiträge, wenn ich merke, dass ich mich konzentrieren kann – was oft nicht der Fall ist.

Dann mache ich nur Notizen, die ich in einer anderen Zyklusphase ausformuliere. Ich recherchiere oder lerne oder vertiefe neue Dinge, indem ich mir Lern-Videos anschaue oder Bücher lese.

Aber alles in einem langsamen Tempo und ich mache Pausen, wenn ich mich nicht mehr konzentrieren kann. Und immer wenn ich mir dabei faul vorkomme oder denke, dass ich zu wenig tue, mache ich mir bewusst, dass mein Körper gerade viel arbeitet. Also „tue“ ich ja sowieso was.

die eigene Weiblichkeit annehmen

Nach jedem Winter kommt ein Frühling

Nach der Periode ist dann eher Aufbruchsstimmung und schon wieder mehr Energie da. Ich beziehe mein Bett neu und dann fängt ein neuer Zyklus an.

Damit bestimmt mein Körper meinen Rhythmus, und diese zyklischen Routinen fühlen sich ruhig und sicher an. Sie erinnern mich daran, dass jede Phase endet, eine neue beginnt und auch alles wiederkehrt.

In schwierigen Zeiten erinnert mich das daran, dass auch das vorbeigeht und wieder andere Zeiten kommen. Wie nach jedem Winter auch wieder ein Frühling kommen wird.

Leerlauf

Ich plane bewusst Leerlauf ein, sowohl zu bestimmten Zeiten als auch z.B. zwischen Terminen und anderen Dingen. Stress und Druck – egal welcher, ob Zeit- oder Leistungsdruck – sind zwei der größten Weiblichkeits-Killer

(Angst ist ein anderer, Trauma ein weiterer, darüber habe ich im Artikel über blockierte Weiblichkeit geschrieben)

Stress nimmt den Raum für jede Kreativität, Inspiration und Verspieltheit und du spürst dich selber nicht mehr. Es braucht bewusste Freiräume. Früher habe ich auch am Wochenende gearbeitet, aber heute mache ich das nicht mehr.

Weil ich weiß: Egal wie viel Spaß es mir auch macht, ich bin trotzdem in meinem analytischen Verstand, wenn ich arbeite und nicht in meinem Körper. Als Frauen müssen wir immer wieder in unseren Körper kommen, wenn wir in unserer Weiblichkeit sein wollen.

Weiblichkeit braucht diesen Leerlauf. Weil Weiblichkeit das ist, wie wir mal als kleine Mädchen waren, bevor diese ganzen Konditionierungen auf uns draufgepackt wurden. Als wir noch nicht funktioniert haben und einfach frei, leicht und ganz im Moment waren.

Als wir einfach von einem Moment zum nächsten getan haben, worauf wir gerade Lust hatten. Und dabei völlig die Zeit vergessen haben.

Und etwas getan haben, nicht um ein Ziel oder einen Zweck damit zu erreichen, sondern weil es uns Spaß gemacht hat. Ob es ein Bild malen war oder Zeit mit Freundinnen – alles ohne darüber nachzudenken.

Ich habe diese Erinnerung an einen Moment aus meiner Kindheit, vielleicht kennst du das: 

Im warmen Sommerregen habe ich auf der Straße gespielt und war dabei ganz bei mir und erfüllt und glücklich. In diesem Moment habe ich mir keine Gedanken um irgendwas anderes als den aktuellen Moment.

Gefühle fühlen

Ich gebe meinen Gefühlen Raum und fühle sie, anstatt wegzudrücken, was unangenehm ist. Auch ein Grund, warum ich mein Leben bewusst nicht streng getaktet einrichte, sondern mit genug Leerlauf. Ich brauche das für meine Kapazitätsgrenzen.

Ich verbinde mich dann mit dem, was ich fühle, lasse das Gefühl da sein und fühle es durch. Ich akzeptiere was da ist. Wenn alles scheiße ist, lasse ich es scheiße sein. Wenn ich Angst habe, lasse ich die Angst da sein und versuche nicht sie wegzukriegen.

Etwas, das ich auch in den femininen Heilungs-Sessions mache, ist der Umgang mit Gefühlen. Wenn du deine eigene Weiblichkeit mehr annehmen willst, kannst du eine einzelne Session dafür hier bei mir buchen:

Bewusster Übergang zur Weiblichkeit

Ich nehme mir auch Zeit für den Übergang in die Weiblichkeit. In unserer Gesellschaft ist es leichter von der weiblichen in die männliche Energie zu wechseln als andersherum. Der Wechsel von der maskulinen in die feminine braucht oft mehr Zeit.

Bevor ich Qualitätszeit mit meinem Partner verbringe, nehme ich mir nach Möglichkeit Zeit für mich, um runterzukommen. Vor Dates habe ich das immer gemacht, weil ich nicht gestresst in das Date gehen wollte, sondern schon entspannt weiblich.

Wenn ich Zeit mit ihm verbringe, arbeite ich auch nicht und beantworte keine beruflichen Nachrichten. Wenn ich arbeite, bin ich im Kopfmodus, also in der männlichen Energie – und nicht in meinem Körper.

Wenn ich mit ihm zusammen bin, gebe ich bewusst die Verantwortung an ihn ab und lehne mich mehr zurück.

Frauenkontakte

Endlose Frauengespräche, über Gefühle, gleiche Erfahrungen zu teilen, sich kaputt zu lachen – wir Frauen brauchen das. Deswegen gab es ja schon immer Frauenkreise, in denen einfach eine besondere Magie und Heilung entsteht.

Über die Jahre habe ich mir ein Frauennetzwerk aufgebaut, das teilweise über die ganze Welt verstreut ist. Gleichgesinnte Frauen, die mir guttun und irgendeine ist immer da, wenn ich jemanden brauche.

Sie sind super wichtig für mich und fangen vieles auf, das ansonsten meinen Partner treffen würde. Und teilweise sind das weibliche Bedürfnisse, die Frauen ganz anders erfüllen können als Männer.

Außerdem könnte ich nicht die Partnerin für ihn sein, die ich bin, ohne meine Freundinnen. Weil ich ohne Frauenkontakte viel dysregulierter und unglücklicher wäre.

Die eigene Weiblichkeit annehmen: Loslassen, sich spüren und gnädig sein

Das alles füllt meine Tasse und hilft mir, immer mehr loszulassen von männlichen Verhaltensweisen meinem Partner gegenüber. Natürlich rutsche ich manchmal auch zu sehr in die männliche Energie oder mache es nicht ganz so „perfekt“ – aber genau darum geht es nicht.

Weiblichkeit ist nichts, das man erarbeiten oder „perfekt“ machen könnte, denn das wäre wieder männlich. Weiblichkeit ist, gnädig mit sich selbst zu sein und den Weg als Prozess zu sehen.

Wenn auch du mehr in deine Weiblichkeit kommen willst, kannst du eine Feminine Heilungs-Session buchen: Ganz egal ob es darum geht, zyklischer zu leben, weicher zu werden oder etwas anderes – wir schauen gemeinsam, was du brauchst, und arbeiten gezielt daran.

Alles Liebe,

deine Caroline

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Caroline Höchtl - Beziehungscoach
Caroline Höchtl

Beziehungs- & Singlecoach

Ich bin Caroline, zertifizierter Lifecoach, und begleite Frauen zu mehr Selbstwirksamkeit und weiblicher Stärke in Beziehungen zu Männern. Im intensiven Einzelcoaching unterstütze ich dabei, hinderliche Muster loszulassen und die Basis für eine erfüllte, glückliche Beziehung zu schaffen.

Fotos: Melissa Bungartz – Fotografie erleben

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